Nachgehakt

BOBST – Weltmarktführer bei Neuentwicklungen

BOBST ist einer der Weltmarktführer bei der Produktion von Maschinen für den Verpackungsdruck sowie die Converting-Industrie. BOBST ist bereit, zusammen mit seiner neugegründeten Firma Mouvent, neu entwickelte Digitaldruckmaschinen auf den Markt zu bringen. Der Autor setzte sich mit Jean-Pascal Bobst zusammen, CEO seit 2009, um einige Fragen zu klären und ein kompletteres Bild des Unternehmens zu erstellen.

1. Wie sehen Sie, als Weltmarktführer, die Zukunft und Trends des Verpackungsdruckes?
Wir decken mit unseren Maschinen und Anlagen den gesamten Markt des Verpackungsdrucks ab. Dies macht es schwierig, eine detaillierte Antwort zu geben, da unsere verschiedenen Entwicklungsprogramme schrittweise erfolgen und die Geschwindigkeit auch von der Marktentwicklung abhängt. Dazu kommen unvorhergesehene Schwierigkeiten, welche den Zeitplan für die technische Realisation von Maschinen und Anwendungstechniken umwerfen können. Bei Trends sehen wir eine generelle Zunahme von kleineren Auflagen allerdings mit häufigeren Neuauflagen wobei oft Veränderungen an den Druckformen erforderlich werden: mehr personalisierte Verpackungen, kürzere Lieferzeiten, kleinere Portionsverpackungen, eine Zunahme der Dekorationen und eine immer höhere Luxus-Veredelung. Das Gesamtdruckvolumen bleibt dabei weitgehend konstant, wobei sich die Anzahl an Einzelaufträgen erhöht bei gleichzeitig niedrigeren Auflagen.

2. Bobst ist einer der «ältesten» Maschinenhersteller der Druckindustrie. Viele andere weltweit bekannten Hersteller sind verschwunden. Was ist aus Ihrer Sicht der Grund dafür?
In der Mehrzahl der Fälle wurde die Produktion nicht rechtzeitig auf die sich veränderte Nachfrage angepasst. Dabei ist es sehr wichtig, dass ein Unternehmen im Laufe der Zeit wächst und das Produktionsprogramm ausweitet, umgekehrt die Produktion einstellt, wenn die Marktnachfrage nachlässt. Man muss Neuheiten anbieten. Das kann durch Zusammenarbeit mit anderen Firmen erfolgen, die interessante Produkte haben. Optimal wäre es, neue Produkte selbst zu entwickeln, erfordert aber mehr Arbeitskräfte und Zeit, als bestehende Produkte zu erneuern. Letzteres ist darüber hinaus schneller als vom Nullpunkt zu starten.